Bernd Begemann & Die Befreiung

Berichte & Interviews




Musikalischer Krisenmanager

Bernd Begemann gehört seit Jahrzehnten zum festen Kreis der kreativsten Musiker in Hamburg. Immer wandelt er irgendwo zwischen den Stilen und fühlt sich nur "dem Lied und der Wahrheit verpflichtet." Auf der Bühne geht Bernd Begemann richtig ab und überrascht sein Publikum mit einem sehr beweglichen Becken und fast ungeahnter Dynamik. Seine Texte sind mal frech, mal lieblich immer auch kantig und stets durchdacht. AUF EINS hat den Mann der einmal zu den begehrtesten Jungesellen Hamburgs gehörte im legendären KNUST getroffen und einen etwas verkopften aber sehr sympathischen Musiker erlebt. Sehen Sie das Video mit Live-Bildern und Statements. Genug gejammert! Bernd Begemann & Die Befreiung schenken der Welt ein musikalisches Konjunkturpaket. "Ich erkläre diese Krise für beendet" lässt Begemann uns wissen und zeigt sich geradezu verschwenderisch mit großen Gefühlen, wunderschönen Melodien und schonungslosen Betrachtungen! Jetzt gehen Bernd Begemann und... weiterlesen


Hinein ins Feuilleton!

Der Mann will durch Qualität überzeugen, sagt er. Und nicht durch Beamtendeutsch, in dem seiner Meinung nach die Sportfreunde Stiller singen. „Wer sagt denn schon so etwas wie ‚Ich wollte dir nur mal eben sagen, dass du das Größte für mich bist‘ zu seiner Freundin?“, fragt sich Bernd Begemann. Xavier Naidoo mag er auch nicht. Da könne der noch so viele Bibelstellen in seinen Songs zitieren. Die Lieder von Bernd Begemann sind hingegen aus dem Leben gegriffen: „Ein guter Mann muss wie ein Tiger sein, dann wird er immer Sieger sein.“ Oder: „Lass uns Popcorn rösten, von der Tankstelle hol’ ich dir was zu trinken.“ Begemann nennt sich einen „Popmusiker im weitesten Sinne“. Doch was der 43-Jährige am Donnerstagabend auf der Bühne des Hinterhauses präsentiert, ist mehr als das: Pop und Rock, in Schlager verpackt und mit witzigen Monolog-Dialogen unterlegt. Dazu gibt es Musik vom iPod oder auch handgemacht mit der Gitarre.... weiterlesen


Der hemmungslose Poet

Konzert mit Mehrwert: Der Hamburger Liedermacher Bernd Begemann und seine Band "Die Befreiung" begeisterten am Freitag in der ARGEkultur. Viel ist nicht genug für Bernd Begemann. Weniger als drei Stunden dauern seine Konzerte selten, mehr als zwanzig Lieder plus Zugaben bringt er Abend für Abend unter die Leute. Da bekommt man noch was für sein Geld! Das einzige, was seinen Auftritt am Freitagabend im Studio der ARGEkultur leicht mühsam machte, waren die schmerzenden Füße nach dreistündigem Stehen. Alles andere verdient ein Qualitätssiegel des deutschsprachigen Pop, war ein wunderbares Feuerwerk aus Alltagspoetik, Stand-up-Comedy und rockig bis jazzig-zart gespielten Liedern. In den 80er Jahren vom Land nach Hamburg gezogen, bildet der westfälische Tierarztsohn Begemann heute mit hanseatischen Bands wie "Blumfeld", den "Sternen" oder den "Goldenen Zitronen" das Fundament der "Hamburger Schule". Während sich jene im Lauf der... weiterlesen


Hinterlistiger Frauenversteher in der Kufa

So kann man Punkte machen: Die Herzensdame mit auf die Lieblingsbrücke nehmen, in den grauen Fluss schauen und zum richtigen Zeitpunkt zwei, drei Rimbaud-Zeilen fallen lassen. Oder: Man geht einfach mit ihr auf ein Bernd-Begemann-Konzert, denn der Herr Begemann ist der musikalischste und der hinterlistigste Frauenversteher der Republik. Dazu braucht es gleich zwei Eimer voller Charme. Und so bettelt er von der Bühne herunter den Pressefotografen an, er möge ihn bitte nicht "tiefsinnig und fett" aussehen lassen. Ja, Herr Begemann hat Übergewicht und sieht grundsätzlich so aus wie die Wesen mit einem Knopf im Ohr. Knuffig sagen die Damen. Und dann tanzt er auch noch und freut sich über den anwesenden Sanitäter und bietet jedem Mädchen 20 Euro an, die für ihn "wie auf einem Tokio-Hotel-Konzert in Ohnmacht fällt". Seiner Band Die Befreiung, mit Ben Schadow (Bass) und Kai Dohrenlamp (Keyboarder) und Achim Erz (Schlagzeug), prophezeit er ein schlimmes... weiterlesen


Bernd Begemann als singender Tröster

Der Abschied fiel dem Publikum wahrlich nicht einfach. Verständlich, denn „Astrakid“ spielten bei ihrem letzten Konzert im „Rind“ noch einmal zu wahrer Größe auf. Ob nun „Du bist Rockmusik für mich“ oder die eher sanften Balladen der Band – das Publikum im Kulturzentrum sang und tanzte mit der Band aus dem Ruhrgebiet, die sich nach einem Jahrzehnt gemeinsamer Musikgeschichte nun auflösen. Seifenblasen aus dem Publikum wehen langsam über die Bühne, die Musiker lassen die vergangenen Jahre Revue passieren. Doch dies geschieht beileibe nicht melancholisch, sondern mit der neu entdeckten Droge „Äppelwoi“ und schwarzen Spitzenunterhöschen von kreischenden Damen aus dem Publikum in vergnüglicher Stimmung. Eine Zugabe. Das Publikum ruft nach mehr. Doch unerbittlich dröhnt nun die Konserve vom Band, das Schlagzeug wird abgebaut, Bernd Begemann will schließlich auch noch auftreten. Eigentlich hätten „Astrakid“ einen... weiterlesen


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